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Über "SolarLokal"

SolarLokal ist eine bundesweite Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden. Ziel ist, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieversorgung zu erhöhen. Die Kampagne wird getragen von dem Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Solarstromkonzern SolarWorld AG. SolarLokal wird unterstützt von allen drei kommunalen Spitzenverbänden: dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Weitere Informationen zu SolarLokal, Solarstrom und der bundesweiten SolarLokal-Dachbörse unter www.solarlokal.de.

Kontakt zum SolarLokal-Team:

Infotelefon: 01803 2000 3000

Email: sonnigezukunft@solarlokal.de

Internet: www.solarlokal.de




Aktuelle Informationen von "SolarLokal":

  • Bürgerbegehren soll EEG-Novelle stoppen
  • Umweltausschuss im Bundesrat fordert weniger starke Einschnitte bei Solarstrom-Förderung
  • KfW bietet sehr günstige Zinsen in wichtigen Energiewende-Förderprogrammen / Energieeffizienz-Förderung ab 1% p.a. Sollzins

Bürgerbegehren soll EEG-Novelle stoppen
Die Initiative „Pro Sonne – Bayern für unabhängige Energie“ will mit einem Volksbegehren die geplanten Förderkürzungen im Solarbereich stoppen, die am 11. Mai vom Bundesrat abschließend beschlossen werden sollen.
Würden die im Bundestag beschlossenen Kürzungen der EEG-Novelle auch den Bundesrat am 11. Mai unverändert passieren, gefährde dies den Bestand und die Zukunft der deutschen Solarbranche, erklärte Simon Boris Estermann, Sprecher der Initiative „Pro Sonne – Bayern für unabhängige Energie“ auf der Auftaktpressekonferenz in München. Estermann, der auch Vorsitzender des Fachverbandes Energie und Gebäudetechnik Bayern-Thüringen ist, erwartet in Folge der Kürzungen einen Markteinbruch von bis zu 75 Prozent und den Verlust von 100 000 Arbeitsplätzen deutschlandweit, davon 20 000 in Bayern. Gegen diesen Kahlschlag will die Initiative „Pro Sonne – Bayern für unabhängige Energie“ mit einem Bürgerbegehren vorgehen. Der Journalist, Reporter, Buchautor und ökologischen Gewissen der Deutschen, Dr. Franz Alt, sowie der Organisator des gewonnenen Nichtraucherschutz-Volksbegehrens, Sebastian Frankenberger, aber auch Politiker haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.
Ziel des Volksbegehrens ist ein Volksentscheid, der die geplanten Kürzungen im Solarenergiebereich zurücknimmt. „Wir werden bereits Zeugen einer Reihe von Insolvenzen und Betriebsschließungen, bevor die Novelle zum Energie-Einspeise-Gesetz EEG im Bundesrat abschließend beraten wurde. Wir fordern deshalb die Bayrischen Politiker bei den Gesprächen im Bundesrat auf, ihre Haltung zu ändern, um den Solarunternehmen und Installateuren in Bayern eine Überlebenschance zu geben“, so Estermann. In der Tat könnten die 6 Stimmen von Bayern das Zünglein an der Waage sein. Würde Bayern bei der Abstimmung im Bundesrat gegen die Novelle stimmen, wäre eine 2/3 Drittel Mehrheit möglich, da bereits die SPD-regierten Bundesländer Ablehnung signalisiert haben. Auch das CDU regierte Sachsen-Anhalt droht damit, die Kürzung der Solar-Subventionen im Bundesrat abzulehnen. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte im ZDF, es fehle der Bundesregierung an einer Gesamtstrategie für die Energiewende.
Zum Weiterlesen:  http://www.europressedienst.com/de/home/148-buergerbegehren-soll-eeg-novelle-stoppen

Umweltausschuss im Bundesrat fordert weniger starke Einschnitte bei Solarstrom-Förderung / Solarverband begrüßt klares Votum und fordert schnelle Schadensbegrenzung
Die Solarbranche darf hoffen, dass die im Deutschen Bundestag am 29.03.2012 beschlossenen, drastischen Einschnitte bei der Solarstrom-Förderung über ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag nun doch noch nachgebessert werden. Der federführende Umweltausschuss der Länderkammer empfahl heute mehrheitlich, in Verhandlung mit dem Bund zu treten, um Nachbesserungen am Erneuerbare Energien-Änderungsgesetz (EEG ÄG) zu erzielen. Am 11. Mai 2012 entscheidet sich im Bundesrat, ob tatsächlich ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat in dieser Frage eingeleitet wird. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sieht sich durch das Votum der Umwelt- und Energieminister der Länder in seinen Forderungen bestärkt, die Fördersätze weniger schnell zurück zu fahren. Der Branchenverband hatte in den letzten Monaten gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltverbänden, Gewerkschaften und wissenschaftlichen Einrichtungen wiederholt vor zu drastischen Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung gewarnt und für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarenergie geworben, um die Energiewende und die Existenz tausender Solarjobs in Deutschland nicht zu gefährden.
Günther Cramer, Präsident des BSW-Solar: "Es geht jetzt um eine schnelle Schadensbegrenzung, um Zehntausende Jobs im Produktion, Handel und Handwerk und um die Existenz vieler mittelständischer Solarunternehmen." Zahlreiche Firmen verzeichnen nach Angaben des BSW-Solar bereits jetzt einen starken Auftragsrückgang. Tausende Arbeitsplätze wurden in der Solarbranche in den letzten Wochen bereits gestrichen. Weltweite Überkapazitäten und ein starker Wettbewerbsdruck verschärfen die Situation zusätzlich.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den zukünftigen Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland gegenüber dem Zuwachs der Jahre 2010 und 2011 mindestens zu halbieren. Gutachten belegen, dass ein weiterer kraftvoller Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland hingegen keine wesentlichen technische Probleme bereitet und sich die weiteren auf den Stromverbraucher umgelegten Anschubkosten durch den Preisverfall von Solarmodulen zudem im Rahmen halten. Allein in den letzten drei Jahren wurde die Förderung neuer Solarstromanlagen von der Bundesregierung bereits halbiert. Inzwischen liegt die Solarstrom-Förderung bereits auf dem Niveau konventioneller Haushalts-Stromtarife. "Die Angst vor einem zu starken und schnellen Ausbau der Solarenergie ist technisch und wirtschaftlich völlig unbegründet und spielt nur den großen Energiekonzernen in die Hände. Diese haben kein Geschäftsmodell für die Photovoltaik und kein Interesse daran, dass immer mehr Bürger ihre Stromversorgung selbst in die Hand nehmen", so Cramer.
Nachbesserung durch die Bundesländer erhofft sich die Solarbranche insbesondere bei Solarstromanlagen in der Größenklasse 10-100 Kilowattpeak, in der bis Anfang 2013 mit bis zu 45 Prozent besonders starke Fördereinschnitte vorgesehen sind. Hier dürfte sich der Betrieb neuer Solarstromanlagen andernfalls kaum noch rentieren. Dieses Marktsegment machte 2011 rund 50 Prozent des Photovoltaik-Marktes aus. Betroffen sind Solarstromanlagen auf Schuldächern, Mehrfamilienwohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben. "Hier haben sich in der letzten Zeit viele Genossenschaften und Bürgerbeteiligungen gebildet. Diesen darf die Politik jetzt nicht die Grundlage entziehen. Für den Erfolg und die Akzeptanz der Energiewende ist es von großer Bedeutung, dass auch in Zukunft Menschen mit kleinem Geldbeutel oder Mieter ohne eigenes Hausdach an der Energiewende teilhaben können", so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Verband fordert deshalb die Politik auf, dieses Marktsegment zu erhalten und die Solarstromförderung nicht schlagartig wie geplant von bislang 24,4 auf 16,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu reduzieren, sondern in diesem Frühjahr zunächst auf maximal 18,5 Cent/kWh abzusenken. Nicht hinnehmbar sei zudem, dass Solarstrom-Anlagenbetreiber dieser mittelgroßen Anlagen zukünftig für zehn Prozent des erzeugten Solarstroms überhaupt keine Förderung mehr erhalten sollen. Dies komme einer zusätzlichen Förderkürzung gleich und erhöhe das Investitionsrisiko, da der Eigenverbrauch von Solarstrom hier im Regelfall nicht möglich ist. Weitere Informationen unter www.solarwirtschaft.de


KfW bietet sehr günstíge Zinsen in wichtigen Energiewende-Förderprogrammen / Energieeffizienz-Förderung ab 1% p.a. Sollzins
Die KfW Bankengruppe bietet ab sofort in wichtigen Kreditprogrammen des KfW-Aktionsplans zur Unterstützung der Energiewende noch einmal deutlich verbesserte Konditionen an. „Ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende ist die Einsparung von Energie. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind unmittelbar sowie dauerhaft wirksam und schützen außerdem das Klima. Durch die günstigen Zinsen in den wichtigen Energiewende-Förderprogrammen möchten wir noch mehr Unternehmen und Privatleute dazu motivieren, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die Finanzierung kann jetzt kein Argument mehr sein, notwendige Investitionen weiter aufzuschieben“, sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
Bei produzierenden Unternehmen machen die Energiekosten heute etwa 3% bis 12%, bei energieintensiven Unternehmen sogar 50% der Gesamtkosten aus. In Anbetracht der hohen Energieimportabhängigkeit Deutschlands, der steigenden globalen Energienachfrage und den damit verbundenen Versorgungs- und Preisrisiken ist eine effiziente Energienutzung für die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutschen Unternehmen von essenzieller Bedeutung. Unternehmen, die energetische Maßnahmen durchführen wollen, profitieren im „KfW-Energieeffizienzprogramm“ von historisch niedrigen Zinssätzen, die je nach Laufzeit und Bonitätsklasse bei 1 % p.a. Sollzins starten. Energiesparende Wohngebäude sind ein weiterer zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende. Daher bietet die KfW im Programm „Energieeffizient Sanieren“ für die energetische Wohnungsmodernisierung bereits seit September 2011 Förderkredite zu einem Sollzins ab 1,00% p.a. an. Bei besonders energiesparenden Sanierungen kommt zusätzlich ein Tilgungszuschuss bis zu 12,5% hinzu. Die sehr günstigen Zinsen gelten ab sofort auch für das Programm „Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung“ für gemeinnützige Unternehmen und ziehen somit mit dem im Programm „Energieeffizient Sanieren“ angebotenem Signalzins gleich.
Weitere Informationen unter: www.kfw.de/energiewende

Bundesländer engagieren sich für die Energiewende
Neuer Report zeigt den aktuellen Ausbaustand Erneuerbarer Energien auf Länderebene

Für eine erfolgreiche Transformation des Energieversorgungssystems müssen Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen. Den Bundesländern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Sie sind nicht nur Mittler zwischen den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung und ihrer praktischen Umsetzung in den Kommunen und Regionen, sondern sie können auch Tempo und Ausgestaltung dieses Wandlungsprozesses durch eigene energiepolitische Rahmenbedingungen erheblich beeinflussen.

Wo die Bundesländer beim Ausbau Erneuerbarer Energien stehen und welche Ziele und Strategien sie für die Zukunft haben, beleuchtet der neue Jahresreport „Bundesländer mit neuer Energie“.„Mit diesem Jahresreport gibt es erstmals ein umfangreiches Nachschlagewerk zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien auf Länderebene“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Ob man Informationen zur Wärmeerzeugung aus Pelletöfen oder zur Anzahl von Stellenanzeigen im Bereich Erneuerbare Energien sucht – im Jahresreport Föderal-Erneuerbar wird man fündig.“

Der Report versammelt auf über 200 Seiten neben zahlreichen Daten, Fakten und Infografiken auch Interviews mit den zuständigen Landesminister(inne)n sowie Best-Practice-Beispiele zu Erneuerbaren Energien aus allen Bundesländern. Zudem werden die energiepolitischen Ziele und Strategien der Landesregierungen zusammengefasst und vorgestellt.

Die Bundesländer zeigen sich insgesamt bei der Verwirklichung der Energiewende engagiert. Spätestens seit den 2011 auf Bundesebene verabschiedeten Energiewende-Gesetzen haben sich die Länder quer über alle Parteigrenzen hinweg zu einem kraftvollen Ausbau Erneuerbarer Energien bekannt – in der Summe übertreffen die Länderziele sogar deutlich die des Bundes. In der föderal geprägten Bundesrepublik bieten sich dabei hervorragende Perspektiven für eine dezentrale Energiewende von unten, da die Bundesländer einen an die individuellen Stärken und Gegebenheiten angepassten Energiemix verwirklichen können, der auch neue ökonomische Chancen mit sich bringt. „Wenn die Länder sich beim Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter so aktiv zeigen, können sie die Energiewende in Deutschland noch beschleunigen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung generieren“, bewertet Vohrer die Anstrengungen der Länder.

Hintergrund

Der Jahresreport „Bundesländer mit neuer Energie“ ist im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projektes Föderal-Erneuerbar entstanden, in welchem  Daten und Fakten zum Ausbaustand der Erneuerbaren Energien in den Bundesländern aufbereitet werden. Die in der Publikation aufgeführten Daten sind in Form interaktiver Karten und Tabellen auch im zugehörigen Onlineportal www.foederal-erneuerbar.de zu finden.

Der Report nutzt nur Daten, die aufgrund einheitlicher Methodik bundesweit vergleichbar sind. Angaben direkt aus den einzelnen Ländern, die in der Online-Rubrik „Landesinfo“ abrufbar sind, können aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden und Datenbasen abweichen.

Nähere Informationen, Bestellmöglichkeit und auszugsweise Downloads unter http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/4/bundeslaender-mit-neuer-energie-der-jahresreport-foederal-erneuerbar-2012.html

 


SolarServer und Proteus Solutions bieten kostenlose Solar-App für Android-Smartphones an.
Eine neue, mobile Anwendung schafft den Überblick über die in Deutschland installierte Photovoltaik-Leistung / Kostenlose und anschaulich aufbereitete Daten zur PV-Leistung

Das deutsche Solar Portal (www.solarserver.de) und der Software-Entwickler Proteus Solutions (www.proteus-solutions.de) haben die Applikation "PVStatistik" für Android-Smartphones und Tablet-Computer entwickelt.
Die PVStatistik-App bietet jederzeit und überall anschaulich aufbereitete Daten zur Kapazität der Solarstromanlagen in Deutschland. Die PV-Statistik basiert auf den offiziellen Datenmeldungen an die Bundesnetzagentur und erlaubt die Abfrage nach einzelnen Orten, Landkreisen und Bundesländern.
Leistungs-Datenbank umfasst über eine halbe Million Solarstromanlagen
Sie liefert ein detailliertes Bild davon, wie der Ausbau der PV-Anlagen voranschreitet. Der Datenbestand umfasst aktuell mehr als eine halbe Million Einträge. Durch die Verknüpfung mit einer Geo-Datenbank können die Abfragen erweitert und spezifiziert werden.
Bereits im Dezember 2011 wurde die erste Version einer Datenbankabfrage auf den Seiten des Solarservers integriert, die täglich genutzt wird. Dabei sind entsprechende Filtermöglichkeiten wie Bundesländer, Postleitzahlengebiete und Umkreise sowie KFZ-Kennzeichen ebenso möglich, wie die entsprechende zeitliche Auswahl über Jahre und Einzelmonate. Durch die neue App ist diese Abfrage auch für mobile Benutzer verfügbar. Die Nutzung der Datenbank ist uneingeschränkt und kostenlos möglich. Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert, wenn der Bundesnetzagentur neue Zahlen zu Solarstromanlagen vorliegen.
Zusammen mit den gemeldeten Daten und den vorläufigen Zubau-Zahlen für Oktober (ca. 490 MW), November (ca. 660 MW) und Dezember (ca. 3.000 MW) lag die installierte gemeldete Gesamtleistung in Deutschland zum Jahresende 2011 bei etwa 18,7 Gigawatt. Insgesamt sind rund 24,7 GW am Netz (Ende 2009 waren es 9,8 GW). Die PV-Statistik ist sowohl über das Portal www.solarserver.de zugänglich als auch in Form einer Android-App, die kostenfrei in Google Play (ehemals Android Market) heruntergeladen werden kann.

 


Ausbau erneuerbarer Energien füllt kommunale Kassen
Die Energiewende in Deutschland wird in den Städten und Gemeinden mit entschieden

Aber haben die Kommunen etwas vom Ausbau erneuerbarer Energien, außer das Klima zu schützen? Eine neue Studie des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) für das baden-württembergische Umweltministerium kommt zu einem klaren Fazit: Energie aus Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft schafft demnach nicht nur neue Arbeitsplätze vor Ort, sondern generiert auch hohe zusätzliche Steuereinnahmen. Selbst 1.000-Seelen-Dörfer können ihre Kassen mit mehreren Tausend Euro im Jahr füllen.

„Kommunen profitieren vom Ausbau erneuerbarer Energien - und das umso stärker, je mehr Schritte sie vom Bau bis zum Betrieb der Anlagen übernehmen“, sagt Steven Salecki, Energieexperte beim IÖW und einer der Autoren der im Februar veröffentlichten Studie. Die Wissenschaftler modellieren darin drei Kommunen, die unterschiedlich groß und beim Ausbau erneuerbarer Energien unterschiedlich weit sind: ein Bioenergiedorf mit 1.000 Einwohnern, das die Energiewende fast komplett vollzogen hat, eine Vorreiterkommune mit 50.000 Einwohnern, die beim Ausbau Erneuerbarer Energien über dem Bundesdurchschnitt liegt und ein 250.000-Einwohner-Landkreis mit einem durchschnittlichen Ausbaugrad.

Das Bioenergiedorf versorgt sich im IÖW-Modell vollständig mit „grünem“ Strom und zu 80 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Quellen, unter anderem mit einer Biogasanlage, einem kleinen Wasserkraftwerk und knapp zwei Dutzend Fotovoltaikanlagen. „Über eine zwanzigjährige Laufzeit generieren diese Anlagen 4.000 Euro Wertschöpfung pro Kopf“, sagt Salecki, in Form von Gewinnen für die Anlagenbetreiber, durch Einkommen für Beschäftigte und durch steuerliche Effekte. Die Steuereinnahmen summieren sich im modellierten Bioenergiedorf auf 264 Euro für die Kommune und weitere 371 Euro für das Land – jeweils je Einwohner und über die gesamte Laufzeit der Anlagen gerechnet. Bei 1.000 Einwohnern fließen so über zwanzig Jahre 264.000 Euro in die Kasse des Dorfes. Im Jahr sind das 13.200 Euro. Für Baden-Württemberg, das über Gewerbe- und Einkommenssteuern vom Bau und Betrieb der Anlagen mitprofitiert, fallen 18.550 Euro im Jahr ab. Überschaubar bleiben im IÖW-Modell die Arbeitsmarkteffekte im Bioenergiedorf: Lediglich ein Arbeitsplatz wurde dort geschaffen. Salecki sagt, das liege vor allem an der Einwohnerzahl und daran, dass die Anlagen in der Regel außerhalb der Kommunen konstruiert wurden und für den Betrieb vor Ort kaum Personal nötig ist.

In den modellierten Vergleichskommunen sind die positiven Arbeitsplatzeffekte wegen der höheren Einwohnerzahl sichtbarer: In der Vorreiterkommune, die ihren Strom zu 46 Prozent und die benötigte Wärme zu zwölf Prozent erneuerbar deckt, entstehen durch Bau und Betrieb der Anlagen über deren Laufzeit 77 Arbeitsplätze, im Landkreis 221. Die Pro-Kopf-Steuereinnahmen sind hier durch den geringeren Ausbaugrad zwar niedriger – in der Summe durch die größere Einwohnerzahl aber höher: In der Vorreiterkommune belaufen sie sich auf 655.000 Euro im Jahr, im Landkreis auf 1,45 Millionen Euro. Norbert Allnoch, Geschäftsführer des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR), sagt, grundsätzlich stiegen die Steuereinnahmen der Kommunen umso stärker, je mehr sie bei Ausbau und Betrieb Erneuerbarer-Energien-Anlagen eingebunden seien. Das habe steuerrechtliche Gründe. „Für die Kommunen ist es daher sinnvoll, möglichst viele Glieder der Wertschöpfungskette in der Hand zu halten.“ Das könnten sie zum Beispiel durch Anlagenhersteller, die sie für ihre Gewerbegebiete gewinnen oder durch Entwicklung örtlicher Energieparks, an denen sich Bürger direkt beteiligen können.

IÖW-Volkswirt Salecki sagt, für Kommunen könne es auch sinnvoll sein, ihre Stadtwerke mit dem Ausbau Erneuerbarer zu betrauen. Sie würden damit selbst Anlagenbetreiber, profitierten steuerlich und seien nicht auf Ansiedlung von Produzenten oder Betreiber angewiesen. Um Bürgermeistern, Stadtplanern und Kämmerern die Einschätzung der wirtschaftlichen Effekte des Ausbaus erneuerbarer Energien zu erleichtern, bietet das IÖW seit Februar einen Online-Wertschöpfungsrechner. Er ersetzt keine Wirtschaftlichkeitsberechnung für konkrete Ausbauvorhaben, bietet kommunalen Entscheidern aber eine erste Orientierung über mögliche Profite.
Quelle: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/

 


Elektroautos brauchen Öko-Strom für positive Klimabilanz

Röttgen: Elektroautos müssen mit zusätzlich erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden
Die Ergebnisse zweier Forschungsprojekte des Öko-Instituts und des Instituts für sozial-ökologische Forschung sowie des Instituts für Energie- und Umweltforschung zum Thema Klima- und Umweltverträglichkeit von Elektroautos wurden nun veröffentlicht.

Sie machen deutlich: Erst die Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien bei Elektroautos ermöglicht eine signifikante Verminderung der CO2-Emissionen. "Eine bloße Verlagerung des CO2-Ausstoßes vom Auspuff zum Kraftwerk ist Augenwischerei. Elektrofahrzeuge müssen regenerativ erzeugten Strom nutzen, der als zusätzliche Kapazität in den Strommarkt gebracht wird. Entscheidend für den Fortschritt hin zu einer Mobilität, die ohne Verbrauch fossiler Ressourcen auskommt, ist die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien", so Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für den Klima- und Umweltschutz im Verkehr. Allerdings werde die Gesamtumweltbilanz von Elektroautos von vielen Faktoren beeinflusst, etwa dem Energieeinsatz zur Produktion und zum Betrieb der Fahrzeuge. Für die Klimabilanz von Elektroautos sei vor allem die Herkunft des Ladestroms entscheidend.

Hier der Link zu der Studie OPTUM des Öko-Instituts und des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) http://www.oeko.de/oekodoc/1342/2011-004-de.pdf

und die Pressemitteilung dazu

http://www.oeko.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/dok/1300.php

CO2-Emissionen und weitere Umwelteffekte der Elektromobilität können Verbraucher jetzt anhand individueller Parameter im Internet berechnen. Im Projekt UMBReLA des Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU) wurde die Untersuchung verschiedener Fahrzeug- und Nutzungstypen auf ihre Umwelteffekte über den gesamten Lebenszyklus hin auch für einen Online-Rechner aufbereitet. Leitfrage dabei war: Unter welchen Rahmenbedingungen zeigt der Einsatz von Elektroautos besonders günstige Umweltbilanzen? Der Umweltrechner zeigt auch die Umweltwirkungen des aktuell genutzten Pkw im Vergleich.

Hier der Link zu dem Umweltrechner http://www.emobil-umwelt.de
 
Volkswirtschaftliche Effekte der Energiewende

Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch. Dies zeigt eine neue Kurzstudie, die Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen anlässlich der Verleihung des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt 2011 präsentierte.

Die von den Instituten gws Osnabrück und IFEU Heidelberg erarbeitete Studie analysiert die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl eine verstärkte Energieeffizienz als auch der Ausbau der erneuerbaren Energien mit positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten verbunden sind und zu zusätzlichen Arbeitsplätzen, steigender Energiesicherheit und neuen Exportchancen führen. Sie führen zum einen zu zusätzlichen Investitionen und senken zum anderen langfristig die Energiekosten.

Auf regionaler Ebene schaffen sie zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Viele Chancen eröffnet die internationale Dimension. Weltweit werden die Staaten über kurz oder lang ihre Energiesysteme umbauen.
Der damit verbundene Wechsel eröffnet hervorragende Exportmöglichkeiten. Wenn Deutschland in den kommenden Jahren beweisen kann, dass die Energiewende in einem führenden Industrieland bei weiter wachsendem Wohlstand gelingen kann, werden viele andere Länder die deutschen Lösungen nachfragen.

Die Kurzstudie finden Sie hier

http://www.ifeu.de/energie/pdf/volkswirtschaftl_%20effekte_%20energiewende_broschuere_pehnt_RZ.pdf;

Die ausführliche Grundlagenstudie hier

http://www.ifeu.de/energie/pdf/NKI_Endbericht_2011.pdf