Über "SolarLokal"
SolarLokal ist eine bundesweite Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden. Ziel ist, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieversorgung zu erhöhen. Die Kampagne wird getragen von dem Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Solarstromkonzern SolarWorld AG. SolarLokal wird unterstützt von allen drei kommunalen Spitzenverbänden: dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Weitere Informationen zu SolarLokal, Solarstrom und der bundesweiten SolarLokal-Dachbörse unter www.solarlokal.de.
Kontakt zum SolarLokal-Team:
Infotelefon: 01803 2000 3000
Email: sonnigezukunft@solarlokal.de
Internet: www.solarlokal.de
Aktuelle Informationen von "SolarLokal":
• Solarstrom für Schulen und Sportvereine - jetzt Förderpaket sichern
• Strom aus Photovoltaik - immer mehr Unternehmen produzieren ihren eigenen Solarstrom
Solarstrom für Schulen und Sportvereine – jetzt Förderpaket sichern
Der deutsche Solarstromkonzern SolarWorld will Schulen und Vereine auch weiterhin bei der nachhaltigen Gestaltung der Energieversorgung unterstützen und hat deshalb die Aktion „Solarstrom für Schulen und Sportvereine“ bis zum Jahresende 2013 verlängert. Weiter steigende Strompreise machen Solarstrom als dezentralste Möglichkeit der erneuerbaren Energieerzeugung immer interessanter - auch für Schulen und Sportvereine. Denn die rd. 45.000 Schulen und über 90.000 Sportvereine in Deutschland verfügen über viele geeignete Dächer für eine saubere Energieerzeugung. Die SolarWorld bietet ein speziell dafür konzipiertes Förderpaket an: Das Unternehmen zahlt für den Bau von Solarstromanlagen auf Schul- und Vereinsdächern nicht nur eine Solarprämie von bis zu 2.000,- €, sondern hinzu kommt noch ein kostenloses Kommunikationspaket, welches aus einem Suntrol-Anzeigedisplay und dem Zugang zum Suntrol-Internetportal besteht. Ein speziell für Schulen geschaffenes Informationspaket bringt das Thema zusätzlich in den Unterricht.
Sie kennen Schulleiter, Fördervereine oder Vereinsmitglieder in Ihrer Region? Dann sollten Sie die SolarWorld-Förderpakete nutzen und Solarstrom auf örtliche Schul- und Vereinsdächer bringen. Die Förderpakete der SolarWorld gibt es bis zum 31.12.2013 - eine Verlängerung über den 31.12.2013 hinaus ist auf Anfrage möglich. Weitere Informationen zum Förderpaket erhalten Sie unter der Telefonnummer +49 228 55920-220 oder auf der SolarWorld-Internetseite unter www.solarworld.de/vereine und www.solarworld.de/schulen
Strom aus Photovoltaik – immer mehr Unternehmen produzieren ihren eigenen Solarstrom / Dächer können in der SolarLokal-Dachbörse angeboten werden
Schon heute kann jeder, ob Unternehmen oder Privathaushalt auf die unkomplizierte Umwandlung von Sonnenenergie in Strom zur Eigennutzung zurückgreifen. In Zeiten zunehmender Unsicherheit, wie sich der Energiemarkt und die Kosten des fossilen Stroms entwickeln, produzieren immer mehr Unternehmen den Strom selbst und organisieren so die eigene Energieversorgung sicher und kostenbewusst. Leere Unternehmensdächer werden zu Energiekraftwerken, die den Strom da erzeugen, wo er verbraucht wird. So schaffen sich Unternehmen finanzielle Freiräume, erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Nutzung selbst produzierter Energie und verringern die Abhängigkeit von der instabilen und unberechenbaren Preispolitik der Energieversorger.
In Kombination mit neuen Wärme- oder Kältesystemen und dem Einsatz eines sinnvollen Beleuchtungskonzeptes wie z.B. LED-Lampen lässt sich zugleich der Energieverbrauch im Unternehmen senken, so dass der Anteil der Eigenproduktion von Strom weiter steigt. Überschüssiger Strom aus der Photovoltaikanlage, der nicht direkt dem Eigenverbrauch dient, kann in modernen Solarstrom-Speichersystemen gespeichert und dann in Zeiten verbraucht werden, wo die Sonne nicht für die Stromerzeugung bereit steht. Und in Spitzenzeiten der Solarstromerzeugung vom eigenen Dach kann der über den Eigenverbrauch hinaus gewonnene Strom zu festen Vergütungssätzen auf Basis des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) an den Energieversorger verkauft werden. Das EEG garantiert über einen Zeitraum von 20 Jahren feste Vergütungssätze – abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Solarstromanlage. Eine Photovoltaikanlage kann damit auch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigern und die Stromversorgung zuverlässig und preisgünstig gestalten. Unternehmen, die nicht selbst in das eigene Dach investieren wollen, können ihr Firmendach in der SolarLokal-Dachbörse unter www.solarlokal.de für Investoren anbieten.
- Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen weiterhin für ungebremsten Ausbau der Erneuerbaren Energien
- Kombikraftwerk2 - stabiler Strom aus Erneuerbaren Energien
Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen weiterhin für ungebremsten Ausbau der Erneuerbaren Energien
Die Mehrheit der Bundesbürger will nach einer Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace, dass die Industrie stärker an den Kosten der Energiewende beteiligt wird. 87 Prozent der Befragten befürworteten dies. Das ergab eine Erhebung des Instituts TNS Emnid. Danach forderten drei Viertel der Befragten zudem einen ungebremsten Ausbau der erneuerbaren Energien. 75 Prozent stimmten der Aussage zu: "Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte konsequent fortgesetzt werden." Nach den Parteienpräferenzen betrachtet, stimmten 81Prozent der SPD-Anhänger und 68 Prozent der CDU/CSU-Wähler der Aussage zu: "Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte konsequent fortgesetzt werden." 23 Prozent sagten: "Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte gedrosselt werden." In einer zweiten Frage fordern 90 Prozent der SPD-Anhänger und 86 Prozent der CDU/CSU-Sympathisanten: "Die Industrie sollte sich stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen."
Niklas Schinerl, Energie-Experte von Greenpeace: "Die Menschen wollen … die Energiewende ohne Verzögerung. Dabei muss die Industrie stärker in die Verantwortung genommen werden."
Kombikraftwerk2: Das virtuelle Kraftwerk – stabiler Strom aus Erneuerbaren Energien / Der Zusammenschluss vieler kleinerer Stromerzeuger kann konventionelle Kraftwerke ersetzen
„Jede Energiequelle – sei es Wind, Sonne oder Biogas – hat ihre Stärken und Schwächen. Wenn wir die unterschiedlichen Charaktere der regenerativen Energien geschickt kombinieren, können wir die Stromversorgung in Deutschland sicherstellen", prognostiziert Dr. Kurt Rohrig, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES (Kassel). Wie mit Erneuerbaren Energien die Stromversorgung ohne erhöhtes Risiko für ein Blackout heute und in Zukunft möglich ist, zeigt das Forschungsprojekt Kombikraftwerk2.
Das Kombikraftwerk zeigt: Es ist technisch möglich, dass jeder einzelne Produzent seinen Strom ins Netz einspeisen kann und das Netz dabei stabil bleibt. Damit das funktioniert haben IWES-Forscher/innen und Kolleg/innen vom Siemens-Konzern in der E-Energy-Initiative des Bundes eine Softwareplattform entwickelt, mit der nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark" viele kleinere Erzeuger zusammen als „virtuelles Kraftwerk" agieren.
Virtuelles Kraftwerk im Praxistest:
Seit Januar 2011 erproben die Forscherinnen und Forscher in der Regenerativen Modellregion Harz ein solches Kraftwerk – mit sehr guten Ergebnissen. Sie haben hier 25 Anlagen mit einer Nennleistung von 120 Megawatt über das Internet und als simulierte Speicher ein Pumpspeicherkraftwerk und Elektrofahrzeuge zusammengeschaltet. Eine zentrale Steuerung sorgt dafür, dass die Nachteile der erneuerbaren Energien gemildert werden. Denn die Sonne scheint nicht immer, und auch der Wind weht nicht kontinuierlich. Wenn aber viele kleine Erzeuger zusammenarbeiten, kann man regionale Unterschiede bei Wind und Sonne durch das Stromnetz oder regelbare Biogasanlagen ausgleichen.
Weiter lässt sich überschüssiger Strom speichern oder in Wärme umwandeln. Es entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk, das dezentral organisiert ist, aber nach außen hin – etwa an Strombörsen – als größere Gesamtheit auftreten kann. Damit das funktioniert, übernimmt die Leitwarte zwei Rollen gleichzeitig: Als „Energieanlagenmanager" verwaltet und überwacht sie die im virtuellen Kraftwerk zusammengeführten Anlagen. Und als „Poolkoordinator" vermarktet sie gleichzeitig die erzeugte Energie. Die Software des virtuellen Kraftwerks aus dem Harz wird für das Kombikraftwerk2 teilweise übernommen und um Netzstabilisierungsfunktionen erweitert.
Erneuerbare Energien können das Netz stabilisieren
An manchen Tagen des Jahres übernimmt die Elektrizitätserzeugung aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Geothermie bereits heute in Deutschland mehr als die Hälfte der anfallenden Last. „Dass der Strom auch künftig zuverlässig mit einer Spannung von 230 Volt und einer Frequenz von 50 Hertz beim Nutzer ankommt, dieser Herausforderung müssen sich die Erneuerbaren künftig stellen", sagt Kaspar Knorr, Leiter des Forschungsprojekts Kombikraftwerk2 am IWES.
Die erneuerbaren Energiequellen müssen auch vermehrt zu den Systemdienstleistungen beitragen. Im bisherigen, auf wenige zentrale Produzenten ausgelegten System sorgten vor allem konventionelle Kraftwerke für diese Voraussetzungen. Wie das Stromversorgungssystem der Zukunft aussehen und wie die einzelnen Anlagen über Deutschland verteilt sein könnten, modellieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler detailliert in ihrem Projekt. Sie ermitteln auch den Bedarf an Systemdienstleistungen wie Frequenz- und Spannungshaltung, Schwarzstartfähigkeit und Momentanreserve, damit der erneuerbare Strom stabil beim Verbraucher ankommt.
„Schon heute können die Erneuerbaren durch ihren dezentralen Charakter und innovative Entwicklungen dazu beitragen, das Stromversorgungsystem zu stabilisieren. Wir können mit dem Kombikraftwerk2 zeigen, vor welchen Veränderungen unsere Stromversorgung steht. Und wir demonstrieren, wie die Erneuerbaren diese Aufgabe meistern und auch in Zukunft für stabilen Strom sorgen können", betont Knorr.
Forschungsprojekt und Partner:
Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Kombikraftwerk2" untersucht, wie ein rein regeneratives Stromversorgungssystem funktionieren könnte und welchen Bedarf es an Systemdienstleistungen geben wird. Zugleich ermitteln die Expertinnen und Experten Möglichkeiten, wie die Anlagen für Erneuerbare Energien diese zur Netzstabilität notwenigen Dienstleistungen erbringen können. Die Lösungsansätze werden an realen Anlagen untersucht.
Die Partner des Konsortiums sind: SolarWorld AG, CUBE Engineering GmbH, Deutscher Wetterdienst, ENERCON GmbH, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), ÖKOBIT GmbH, Fachgebiet Elektrische Energieversorgung der Leibniz Universität Hannover, Siemens AG, SMA Solar Technology AG und die Agentur für Erneuerbare Energien.
Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert und schließt an das 2007 begonnene Projekt Kombikraftwerk1 an, das unter anderem die Machbarkeit einer vollständig auf regenerativen Quellen aufbauenden Stromversorgung aufzeigte. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel stellt das Projekt auf der Hannover Messe vom 8.-12. April 2013 (Halle 27, Stand N71) vor.
Ein aktueller Film zum Forschungsprojekt Kombikraftwerk2 zeigt die technischen Bausteine und Herausforderungen für eine stabile rein regenerative Stromversorgung.
Nähere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2013/Maerz/das-virtuelle-kraftwerk.html
- Erneuerbare Energiewende Jetzt! Erneuerbaren-Branche startet bundesweite Initiative „Erneuerbare Energiewende Jetzt!"
Die Branche der Erneuerbaren startet heute in Berlin eine bundesweite Initiative für die entschlossene Fortsetzung der Energiewende. Unter dem Titel „Erneuerbare Energiewende Jetzt!" will der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden und Mitgliedsunternehmen im Jahr der Bundestagswahl ins Bewusstsein rufen, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien einen großen Gewinn für die Gesellschaft bedeutet – ökonomisch, ökologisch und in Sachen Teilhabe. „Die Energiewende muss deshalb ungebremst weitergehen. Und zwar jetzt!", erklärt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE.
Zum Auftakt weist die Initiative in einer Serie von Großflächenplakaten in Berlin auf die hohen Folgekosten der fossil-atomaren Energieerzeugung hin. Auf der Abbildung eines Kohlekraftwerks ist zu lesen ‚Das kostet mehr als Sie bezahlen‘, ein Bild von einem unterirdischen Atommülllager ist mit dem Spruch versehen ‚Was das noch kostet, wollen Sie nicht wissen‘. Die Botschaft der Initiative dazu lautet: ‚Keine verstecken Kosten: Erneuerbare Energien‘. Denn letztere erzeugen bei der Energiebereitstellung keine Treibhausgase und keine gefährlichen Abfallstoffe, die zu unkalkulierbaren Belastungen über Generationen werden.
Von den anstehenden Investitionen in den Umbau der Energieversorgung profitiert zudem die Volkswirtschaft, da sie vorwiegend in die heimische Wertschöpfung fließen, statt immer höhere Milliardenbeträge für den Import von Kohle, Öl und Gas ins Ausland zu überweisen. Regenerative Energien erzeugen dabei weder Treibhausgase noch strahlenden Müll und bedeuten somit aktiven Klima- und Umweltschutz. Und sie ermöglichen einer Vielfalt von Akteuren, an der Energieversorgung der Zukunft mitzuwirken – vom Privathaushalt über die Bürgergenossenschaft bis hin zum Großunternehmen.
"All diese positiven Effekte blendet die hitzige öffentliche Debatte um den Fortgang der Energiewende viel zu häufig aus. Die Gegner des Projektes versuchen vielmehr, die Erneuerbaren einseitig für Kostensteigerungen im Energiesektor verantwortlich zu machen und so zu diskreditieren", kritisiert Falk und kündigt an: „Die Initiative wird diesen Angriffen in den kommenden Monaten deutschlandweit mit Argumenten, Anzeigen und Aktionen begegnen."
http://www.erneuerbare-jetzt.de/themen/aktion/protest-vor-dem-umweltministerium/
SolarLokal feiert Geburtstag – wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
Bitte den 26. Juli 2013 vormerken.
Am 28. Juli 2003 – also vor rund 10 Jahren - war es soweit: Hirschberg im Rhein-Neckar-Kreis startete mit einer Pressekonferenz als erste Gemeinde in Deutschland die eigene SolarLokal-Kampagne. Seitdem sind mehr als 400 Kreise, Städte oder Gemeinden dem Beispiel Hirschbergs gefolgt und der Kampagne beigetreten. SolarLokal ist damit zur größten dauerhaften Kampagne für Solarstrom in Deutschland geworden. Viele Kreise und Kommunen haben seitdem die von SolarLokal angebotenen Leistungen und Materialien für ihre solare Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Die kostenfreie SolarLokal-Dachbörse unter www.solarlokal.de ist sehr beliebt, um Dächer für Solarstrom anzubieten oder zu suchen. Und mit der „Unterkampagne" „25%-Solarstromkommune" hat sich SolarLokal neue Ziele gesetzt, mit zu einem relevanten Anteil des Solarstroms in der 100% Erneuerbare-Energien-Zukunft beizutragen.
Das Team von SolarLokal möchte den 10-jährigen Geburtstag zum Anlass nehmen und an die „Geburtsstätte" in Hirschberg zurückkehren. Wir möchten Sie sehr herzlich einladen, am Freitag, 26. Juli, mit in unseren Geburtstag „hinein zu feiern". Wir treffen uns dazu von 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Hirschberg. Es wird nicht nur einen Rückblick auf 10 Jahre SolarLokal und einen Ausblick auf die weitere Arbeit der Kampagne geben, sondern auch verschiedene spannende Vorträge zum Stand der Energiewende und der Bedeutung des Solarstroms in der Zukunft. Im Anschluss an die Veranstaltung geht es zum gemeinsamen Mittagessen in ein Restaurant in Hirschberg.
Das genaue Programm für den 26. Juli werden wir Ihnen rechtzeitig zukommen lassen. Bitte notieren Sie sich schon heute den Termin.
Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserem Jubiläum mit dabei sind!
Photovoltaik-Zubau 2012
Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen hat im Jahr 2012 in Deutschland mit 7.600 Megawatt (MW) einen neuen Rekordwert erreicht - im Dezember wurden 330 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert. Die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) werden im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 30. April 2013 jeweils zum Monatsersten um 2,2 Prozent sinken. Dies hat die Bundesnetzagentur bekannt gegeben. "Insgesamt erfolgte im vergangenen Jahr ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von 7,6 GW. Dies stellt erneut einen Rekordwert dar", betonte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird monatlich automatisch angepasst. Hierbei ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein Prozent vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 bis 3.500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt zu einer geringeren Absenkung bzw. Beibehaltung der Vergütung.
Die Bundesnetzagentur ist für die Registrierung der nach dem EEG geförderten PV-Anlagen zuständig. Darüber hinaus ermittelt sie die neuen Einspeisevergütungen und veröffentlicht diese im Bundesanzeiger. Die Festlegung erfolgt für das jeweilige Folgequartal, wodurch eine kontinuierliche Anpassung der Förderung an den zu erreichenden Zubaukorridor erfolgt. Weitere Informationen zu den Vergütungssätzen sowie zur installierten Leistung der gemeldeten PV-Anlagen für das Jahr 2012 sind auf den der Internetseiten Bundesnetzagentur zu finden www.bundesnetzagentur.de
Förderung von Solarstromspeichern ab Februar / Geförderte Batteriespeicher entlasten die Stromnetze und übernehmen wichtige Aufgaben für das Netzmanagement
Das Bundesumweltministerium (BMU) plant, in Kürze mit der staatlichen Förderung von Solarstromspeichern zu beginnen. Einen genauen Termin für den Start des Förderprogramms gebe es noch nicht, ein Start im Februar sei aber wahrscheinlich, erklärte das Ministerium. Damit wird ein Beschluss des Bundestages umgesetzt, der im vergangenen Sommer im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefasst wurde.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die Anschaffung von Solarstromspeichern staatlich zu fördern. "Sinnvoll ist, dass der staatliche Zuschuss an Bedingungen geknüpft ist. Dadurch ist sichergestellt, dass die geförderten Solarstromspeicher die Stromnetze entlasten und einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten", erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.
Speicher, die durch das neue Marktanreizprogramm gefördert werden, müssen hohe Anforderungen erfüllen. "Die Solarstromspeicher entlasten die Stromnetze, indem sie die Einspeisung in das Netz vom Zeitpunkt der Stromerzeugung entkoppeln. Sie tragen aktiv dazu bei, eine gleichmäßige Spannung und Frequenz der Stromnetze zu halten und übernehmen damit wichtige Aufgaben für das Netzmanagement", erklärt Prof. Dr. Bernd Engel, Netzexperte der TU Braunschweig.
Durch Batteriespeicher, die an das Netz angeschlossen sind, können Spitzen in der Stromproduktion um bis zu 40 Prozent reduziert und die Aufnahmefähigkeit der Netze ohne zusätzlichen Ausbau bis zu 66 Prozent gesteigert werden. Zu diesem Schluss kommt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in einer aktuellen Studie.
"Solarstrom-Anlagen, die mit staatlich geförderten Speichern kombiniert werden, sollten ihre Einspeiseleistung für die gesamte Vergütungsdauer der Anlage reduzieren. Auch damit tragen die Anlagen-Betreiber dazu bei, dass die Einspeisung des Sonnenstroms sich gleichmäßiger auf die Netze verteilt und Produktionsspitzen vermieden werden. Durch die geringere Einspeisung in das Netz reduziert sich der Bedarf an neuen Stromnetzen. Außerdem wird der selbst genutzte Solarstrom nicht vergütet und entlastet das Umlagekonto für Ökostrom im erheblichen Maße", so Mayer.
Quelle: www.solarwirtschaft.de
Bundesverband Energiespeicher BVES gegründet / Neuer Spitzenverband zur Weiterentwicklung der Energiespeicherung vertritt die wachsende Branche und beschleunigt Aufbau eines stabilen Energiespeichermarkts in Deutschland
Die derzeitige Energiewende erfordert neben dem Ausbau der Netze den gezielten Einsatz von Energiespeichern, um die Versorgungssicherheit zu garantieren und die Kosten für die Industrieunternehmen und Verbraucher in Deutschland möglichst gering zu halten. Um die wachsende Branche der Energiespeicherunternehmen kompetent zu vertreten, hat sich Ende September der Bundesverband Energiespeicher (BVES) mit Sitz in der Bundeshauptstadt Berlin gegründet. Ziel ist es, die relevanten Entscheidungsträger der Branche unter einem Dach zu vereinen und durch ein starkes Kontaktnetzwerk die Marktentwicklung zu beschleunigen. Prof. Dr. Eicke R. Weber, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie und Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, hat das Amt des Gründungspräsidenten des BVES übernommen.
„Unser Verband sieht seine Mission darin, die Energiespeicherung als Energieressource neben der konventionellen und erneuerbaren Erzeugung zu etablieren, um eine effizientere, verlässlichere, preisgünstigere und sicherere Energieversorgung zu fördern. Um diese Vision zu erfüllen, wollen wir den Aufbau eines stabilen Energiespeichermarkts in Deutschland fördern, der dann auch als Modell für weitere Märkte in Europa und anderen Länder weltweit dienen wird.", so Prof. Dr. Weber.
Quelle: www.bves.de
Unterstützung für Erneuerbare Energien von der Küste bis zu den Alpen ungebrochen
Wissenschaftler: Finanzierung der Gemeinschaftsaufgabe Energiewende muss gerecht verteilt werden
Die Zustimmung für Erneuerbare Energien ist bei den Deutschen auch am Ende des Jahres 2012 ungebrochen. Die repräsentativen Ergebnisse einer Befragung von TNS Infratest aus allen 16 Bundesländern liegen jetzt vor und können ab sofort auf dem Bundesländer-Portal www.foederal-erneuerbar.de eingesehen werden. Der Spitzenwert der Zustimmung für die Erneuerbaren Energien liegt bei 97 Prozent, gemessen im Saarland.
Trotz der mit durchschnittlich 93 Prozent Zustimmung hohen generellen Unterstützung für den Ausbau Erneuerbarer Energien zeigt sich bei der jährlich wiederholten Umfrage erstmals ein deutlicher Rückgang bei der Zahlungsbereitschaft für die EEG-Umlage: Nachdem bei der Vorjahres-Umfrage noch drei Viertel der Befragten die damalige EEG-Umlage von 3,5 Cent als „angemessen" oder sogar als „zu niedrig" bewerteten, findet die Höhe der EEG-Umlage des kommenden Jahres noch die Zustimmung von knapp der Hälfte der Befragten. Insbesondere in strukturschwächeren Ländern oder in Regionen sehen die Menschen eine EEG-Umlage in Höhe von 5 Cent kritisch. Dies sind zugleich oft diejenigen Bundesländer, in denen überdurchschnittliche Netzentgelte die Strompreise zu einem besonders sensiblen Thema machen.
„Die Bürger müssen höhere Lasten schultern, während gleichzeitig die Industrie von großzügigen Ausnahmen und sinkenden Börsenstrompreisen profitiert. Offenbar empfinden viele Befragte die Belastungen deshalb zunehmend als ungerecht", bewertet Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Ergebnisse der Umfrage. Auch Prof. Dr. Roland Menges, der mit ökonomischen Experimenten die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende untersucht, bestätigt diese Entwicklung : "In unseren Experimenten wird immer wieder deutlich, dass die Bürger den Ausbau Erneuerbarer Energien wollen und auch bereit sind, dafür zu bezahlen", erläutert der Leiter des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der TU Clausthal. "Unsere Ergebnisse zeigen auch, dass die Menschen ein kollektives System wie die EEG-Umlage bevorzugen. Die Akzeptanz schwindet jedoch mit zunehmender Anzahl von Trittbrettfahrern, also von Ausnahmen im System", so Prof. Dr. Menges weiter.
Dass die ermittelte Zustimmung zu Erneuerbaren Energien nicht nur ein abstrakter Wert, sondern auch in der Lebenswirklichkeit der Menschen verankert ist, belegt ein Blick auf einen weiteren Aspekt der Untersuchung: Befragt nach der Zustimmung zu Stromerzeugungsanlagen in der eigenen Nachbarschaft, bewertete auch in Bundesländern mit hoher Anlagendichte eine Mehrheit von bis zu 75 Prozent Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Nähe des eigenen Wohnortes als positiv – und damit deutlich mehr als dies bei fossilen oder nuklearen Kraftwerken der Fall ist. Beim Blick auf die verschiedenen Erneuerbare-Energien-Technologien zeigt sich, dass Solarstrom- und Windenergieanlagen die größte Zustimmung erfahren. Bei Menschen, die solche Anlagen bereits in ihrer Umgebung haben, fallen die Akzeptanzwerte sogar noch höher aus. Die Akzeptanzraten zwischen den Bundesländern variieren leicht, wobei die genaue Zustimmung wenig mit der konkreten Anlagenzahl im Land zu tun hat: Einige Länder mit einem großen Erneuerbare-Energien-Anlagenpark weisen überdurchschnittliche Akzeptanzwerte auf (Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein), andere wie Niedersachsen und Brandenburg sind trotz der auch dort hohen Zustimmungsraten am Ende des Vergleichs zu finden. „Die Menschen in ganz Deutschland wollen die Energiewende, daran hat sich trotz aller Diskussionen um dieses Großprojekt nichts geändert", fasst Philipp Vohrer die Ergebnisse zusammen. „Um die große Akzeptanz der Bürger zu erhalten, muss der Umlagegerechtigkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. "
Eine Zusammenfassung der Umfrage finden Sie in dem Hintergrundpapier Renews Kompakt, die detaillierten bundesländergenauen Ergebnisse erhalten Sie im Bundesländerportal
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien, www.unendlich-viel-energie.de
Solarstromerzeugung steigt weiter stark an / Solaranlagen liefern 50 Prozent mehr Strom als im Vorjahreszeitraum
Nach neuesten Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist die Stromerzeugung mit Hilfe der Sonne im Vergleich zu 2011 um gut 50 Prozent gestiegen. In der Zeit zwischen Januar und September 2012 wurden rund 24,9 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Solarstrom erzeugt. Im selben Zeitraum 2011 waren es noch 16,5 Mrd. kWh. Allein der Monat September hat mit 2,9 Mrd. kWh jeden einzelnen Monat des Vorjahres übertroffen.
Der Rekordmonat für die Photovoltaik bleibt insgesamt mit mehr als vier Mrd. kWh der Mai. Der starke Anstieg der Photovoltaik-Einspeisung in diesem Jahr ist auf den weiteren Ausbau der Solarstromanlagen und die günstigen Sonnenverhältnisse zurückzuführen, so der BDEW. Die deutschen Windkraftanlagen produzierten in der Zeit von Januar bis September 35 Mrd. kWh und verzeichneten somit einen moderaten Anstieg im Vergleich zum Vorjahresniveau (gleicher Zeitraum 2011: 32,5 Mrd. kWh). Die Zahlen im Einzelnen: Die Windenergie bleibt in der Zeit zwischen Januar und September 2012 mit einem Anteil von 8,6 Prozent (gleicher Zeitraum 2011: 8,0) die wichtigste erneuerbare Stromerzeugungsart. Es folgen die Photovoltaik mit 6,1 Prozent (4,1) und die Biomasse mit 5,8 Prozent (5,4). Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung lag in den ersten drei Quartalen 2012 bei 3,8 Prozent (3,3). Der Anteil des regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen Erneuerbaren Energien betrug wieder 0,9 Prozent (0,9). Insgesamt deckten die Erneuerbaren Energien im Zeitraum Januar bis September 2012 nach vorläufigen Berechnungen 26 Prozent des deutschen Strombedarfs ab.
Der BDEW weist darauf hin, dass aufgrund der üblichen Witterungsverhältnisse zum Jahresende der Anteil der regenerativen Energien am Gesamtmix 2012 im Vergleich zu den ersten drei Quartalen voraussichtlich wieder sinken wird. Dies hängt insbesondere mit der geringeren Sonnenscheindauer im Herbst zusammen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.bdew.de/internet.nsf/id/98726C4F083FD290C1257823003E8310
Solarkataster Baden-Württemberg geht 2012 online - Erster Baustein des Potentialatlas Erneuerbare bald fertig
Als erstes Flächenland legt Baden-Württemberg bis Jahresende einen Solaratlas für die komplette Dachlandschaft vor. Es ist der erste Baustein eines landesweiten Potentialverzeichnisses für Erneuerbare Energien. Bis zum Dezember 2012 soll es flächenscharfe Solarpotentiale für alle 5 Millionen privaten und öffentlichen Gebäude im Baden-Württemberg geben. Das Kataster weist die Einstrahlungsenergie und auch verschattete Dachflächen aus. Die Datengrundlage ist ein Oberflächenmodell, in dem die jeweiligen Dachformen mit Aufbauten sowie die umstehenden Bäume und Gebäude abgebildet sind. Wenn Hausbesitzer diese Daten vorliegen, können sie besser abschätzen, ob sich ihre Dächer für den Einsatz von Photovoltaik oder Solarthermie eignen.Für Teile des Landes gibt es diese Daten schon.
Den vollständigen Artikel finden Sie unter http://www.enbausa.de/solar-geothermie/aktuelles/artikel/solarkataster-baden-wuerttemberg-geht-2012-online-3098.html
Erneuerbare-Energien-Umlage 2013
Hier finden Sie eine Broschüre des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE)
Die zugehörige Pressemitteilung des BEE finden Sie unter im Internet unter dem Link http://www.bee-ev.de/3:1168/Meldungen/2012/EEG-Umlage-2013-Foerderbetrag-fuer-Erneuerbare-steigt-auf-2.3-Cent-pro-Kilowattstunde-Strom.html
Neue Konzepte für Solarstromanlagen auf fremden Dächern
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) Franken hat neue Konzepte für den wirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaikanlagen auf fremden Dächern entwickelt. Ziel dabei ist, die Eigenstromnutzung von Anlagen im „mittleren Leistungsbereich" zu fördern, die durch das EEG 2012 schlechter gestellt worden sind. Für Investoren und Gebäudeeigentümer soll durch „Stromlieferungen vor Ort" ein beidseitiger Vorteil entstehen.
Die DGS Franken legte bereits 2011 mit dem Konzept „PV mieten!" einen Ansatz zur Minderung des Strombezugs aus dem öffentlichen Netz vor, der finanzielle Anreize jenseits der Dachmiete setzen konnte. Mit Inkrafttreten des EEG 2012 wurde der Ansatz weiterentwickelt. Nun gilt es vor allem die Abzüge durch das Marktintegrationsmodell, nämlich 10% weniger EEG-Vergütung für Anlagen zwischen 10 kW und 1 MW, zu vermeiden. Gerade Anlagen unter 250 kW können wegen der Zusatzkosten kaum von einer Direktvermarktung mit Netzdurchleitung profitieren.
Das Konzept „Dritte vor Ort beliefern" erlaubt dem Anlagenbetreiber rechnerisch eine „EEG-Volleinspeisung" zu realisieren: Als Nutzungsentgelt wird ein Stromlieferpreis gezahlt, der entweder frei kalkuliert wird und der über die Vertragslaufzeit konstant bleibt („Strompreisgarantie"), oder der EEG-Vergütung entspricht. Allerdings ist für den selbst verbrauchten Strom eine verringerte EEG-Umlage zu berücksichtigen. Um die EEG-Umlage gänzlich zu vermeiden, wurden im Besonderen die Konzepte zu „ideelle Teilmiete" und zur tatsächlichen Miete der Gesamtanlage entwickelt. Darüber hinaus wurden mit Unterstützung des Solarenergiefördervereins Bayern e.V. und einer Anwaltskanzlei zu jedem Konzept ein Mustervertrag erarbeitet. Die Vertrage und ein Excel-Berechnungstool zur Veranschaulichung der Ansätze können unter http://www.dgs-franken.de/pvmieten.html bestellt werden. In der am 1. September erscheinenden Ausgabe 5/12 der Zeitschrift SONNENENERGIE wird ein ausführlicher Artikel zu dem Thema erscheinen. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) 2012, www.dgs.de
Institut der Regenerativen Energiewirtschaft (IWR): Erneuerbare Energien 2013 auf dem Weg zur Stromquelle Nr. 1 in Deutschland
Im Jahr 2011 war die Braunkohle mit rd. 150 Mrd. kWh die Stromquelle Nr. 1 in Deutschland, vor den erneuerbaren Energien mit 122 Mrd. kWh, Steinkohle mit 114 Mrd. kWh und Kernenergie 108 Mrd. kWh. Aber bereits im Jahr 2013 könnten die regenerativen Energien zur wichtigsten Stromquelle in Deutschland aufsteigen. Der Chef des IWR, Norbert Allnoch: „In Jahr 2012 werden die erneuerbaren Energien mit 140 Mrd. Kilowattstunden (kWh) wohl noch auf Platz 2 landen, aber schon im nächsten Jahr können Sonne, Wind & Co. die Braunkohle von Platz 1 verdrängen."
Kernenergie fällt auf tiefsten Stand seit den achtziger Jahren
Nach der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im März 2011 ist die Stromproduktion 2011 aus Kernenergie auf 108 Mrd. kWh (2010: 141 Mrd. kWh) gesunken. Im Jahr 2012 wird der Anteil der Kernenergie weiter zurückgehen. Das IWR geht von rd. 95 Mrd. kWh Strom aus Kernkraftanlagen für das Jahr 2012 aus. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang der achtziger Jahre.
35-Prozent-Ziel der Bundesregierung wird erreicht
Am 06. Juni 2011 hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland auf 35 Prozent zu erhöhen. Im ersten Halbjahr 2012 haben die regenerativen Energien mit 67 Mrd. kWh einen Anteil von rd. 25 Prozent am Stromverbrauch erreicht. Allnoch: „Das Ziel der Bundesregierung, im Jahr 2020 bereits 35 Prozent Stromanteil zu erreichen, ist nach der bisherigen Entwicklung auf jeden Fall zu erreichen. Zwar haben u.a. das bessere Windjahr sowie der Ausbau bei Solar- und Bioenergie zu dem aktuellen Schub beigetragen, aber der stetig steigende Beitrag der Offshore-Windenergie wird den Anteil der erneuerbaren bis 2020 weiter erhöhen." Quelle: IWR 2012, www.iwr.de
Aktuelle Energieforschung im Überblick / Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2011 erschienen
Das „Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2011" stellt aktuelle Projekte des Bundesumweltministeriums aus dem Bereich der erneuerbaren Energien vor; das Jahrbuch erscheint zum fünften Mal. Für den schnellen Überblick ermöglicht zusätzlich eine CD-ROM die datenbankbasierte Suche nach Themen, Förderkennzeichen, Personen und Institutionen. Im Jahr 2011 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) rund 720 Forschungsprojekte (im Vorjahr waren es 580 Projekte) mit Mitteln in Höhe von 130 Millionen Euro unterstützt. Für die Gesamtlaufzeit der im Jahr 2011 neu bewilligten 300 Projekte sind zudem weitere 245 Millionen Euro eingeplant. Der Förderschwerpunkt „Regenerative Energieversorgungssysteme und Integration erneuerbare Energien" ausgeweitet. Mit einem Volumen von rund 23 Millionen Euro werden zurzeit Projekte in diesem Bereich gefördert.
Das Forschungsjahrbuch stellt die Projekte kurz vor und ergänzt diese mit thematischen Einführungen in die Förderpolitik der Bundesregierung. Die Themen der Forschungsförderung decken das Spektrum der erneuerbaren Energien ab: Windenergie samt der ökologischen Begleitforschung, Photovoltaik, regenerative Energieversorgungssysteme und die Integration erneuerbarer Energien, Geothermie, Nieder- und Hochtemperatur-Solarthermie (auch solarthermische Kraftwerke) sowie übergreifende Fragestellungen, etwa zur Gestaltung künftiger Strommärkte und Bürgerakzeptanz. Gedruckt, auf CD oder online:
- Welche Institutionen arbeiten in einem Themengebiet?
- Mit welchen Partnern arbeiten diese Institutionen zusammen?
- Wie viel öffentliche Gelder fließen in ein Projekt?
- Wann sind Ergebnisse zu erwarten?
- Wie ist der derzeitige Stand des Forschungsprojekts?
- Gibt es bereits einen Abschlussbericht?
Im Forschungsjahrbuch Erneuerbare Energien 2011 bietet die datenbankbasierte Suche die Möglichkeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Das Jahrbuch inkl. CD wird an Forschungseinrichtungen und Hochschulen kostenlos abgegeben. Alle Jahrgänge des Forschungsjahrbuchs seit 2007 sind auch online recherchierbar.
Quelle: BINE Informationsdienst 2012, www.bine.info
Mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich inzwischen genossenschaftlich in Bürgerkraftwerken / Große Mehrheit setzt auf Solarstrom
Immer mehr Menschen beteiligen sich an Genossenschaften zum Ausbau Erneuerbarer Energien und treiben damit die Energiewende voran. Aktuell halten mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Anteile an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung. Zumeist handelt es sich dabei um Solaranlagen, an denen sich Bürger bereits mit kleinen Beträgen beteiligen können. Über 500 in den letzten Jahren neu gegründete Energiegenossenschaften haben zusammen bereits rund 800 Millionen Euro in Erneuerbare Energien investiert. Das belegt eine aktuelle Untersuchung, die der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) e.V. in Berlin vorgestellt hat.
Über 90 Prozent der Energiegenossenschaften betreiben Solaranlagen, da ihre Realisierung mit überschaubarem technischem und finanziellem Aufwand nahezu überall in Deutschland möglich ist. „Solartechnik und Genossenschaftsmodelle ergänzen sich prima. Sie demokratisieren die Energieversorgung in Deutschland und machen sie auch bei kleinem Geldbeutel für jedermann zugänglich. Auch ohne eigenes Hausdach kann so jeder Bürger zum Gewinner der Energiewende werden“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.. Philipp Vohrer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE): „Zum anderen hilft Bürgerbeteiligung, die dringend benötigte Kompetenz für die Energiewende flächendeckend aufzubauen. Denn wer sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien vor Ort engagiert, will auch Verantwortung etwa für technische Erfordernisse der Systemtransformation übernehmen“. Zwei Drittel der Genossenschaften ermöglichen eine Beteiligung mit Beiträgen unterhalb von 500 Euro, bei einigen von ihnen ist sogar ein Mindesteinstieg mit weniger als 100 Euro möglich.
Die Untersuchung des DGRV zeigt auch: Für die Mitglieder von Energiegenossenschaften sind der Umweltschutz und der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Förderung von regionaler Wertschöpfung deutlich wichtiger als die Rendite. Und diese Ziele werden erreicht: „Rein rechnerisch decken die Energiegenossenschaften mit ihrer Stromproduktion den Haushaltsbedarf ihrer Mitglieder vollständig ab“, resümiert Ott.
Die Agentur für Erneuerbare Energien geht davon aus, dass die Zahl der genossenschaftlich organisierten Bürgerkraftwerke weiter steigt. Im Bioenergiebereich sind viele Biogasanlagen oder Holzheizkraftwerke in der Hand der Bürgerinnen und Bürger. Genossenschaftliche Bürgerwindparks sind im Kommen. Informationen rund um das Thema Energiegenossenschaften bietet der DGRV unter der Internetadresse www.neuegenossenschaften.de Die AEE bietet Informationen zur dezentralen Energiewende unter www.kommunal-erneuerbar.de an und der BSW-Solar informiert rund um das Thema Solartechnik unter www.solartechnikberater.de
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien e.V., www.unendlich-viel-energie.de