Unsere Pädagogische Arbeit

Unser Leitgedanke „ Nichts ist im Verstand, was vorher nicht in den Sinnen war“( John Locke, Philosoph, 1632-1704) zieht sich durch alle Bereiche unserer Arbeit. Kinder lernen lebensnah mit Körper, Geist und Seele. Kinder lernen spiel- und situationsgebunden und eignen sich ihre Umwelt durch die stetige Auseinandersetzung mit ihr an. Die Umwelt wird buchstäblich „begriffen“. Durch gezielte ganzheitliche Erfahrungen verinnerlichen Kinder Erlerntes stärker auf allen Ebenen.

Uns ist wichtig Kindern Spielsituationen zu bieten, in denen sie eigenständig, in ihrem individuellen Tempo und entsprechend ihren Interessen spielen und lernen.

Kinder brauchen Raum zum Entdecken und Ausprobieren, um sich selbst und Dinge kennenzulernen.

Wir arbeiten in unserer KiTa nach dem teiloffenen Konzept. Das heißt, die Kinder haben ihre Stammgruppen in denen sie sich morgens treffen und in denen gruppeninterne Aktionen stattfinden. Während der Freispielzeit können die Kinder aber ohne ständige Aufsicht die Spielbereiche außerhalb ihrer Gruppe nutzen ( siehe auch „Unser Haus“), bzw. in anderen Gruppen spielen. Hierzu hat jedes Kind einen Bildanhänger, den es nach Absprache mit der Erzieherin an eine Wand im jeweiligen Spielbereich hängt. Damit haben sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder den Überblick darüber, wer zurzeit in welchem Spielbereich spielt. Den Kindern gibt dies die Möglichkeit, sich gezielt zu entscheiden, weil z.B. der Freund aus der anderen Gruppe hier spielt. Für die Nutzung dieser Freispielräume gibt es festgelegte Regeln, die mit den Kindern besprochen werden und deren Einhaltung Voraussetzung dafür ist, dass ein Kind in einem bestimmten Bereich spielen kann.

Anregungen und Angebote der Erzieherinnen wecken die Neugier, leiten an oder spinnen Ideen, sodass sich daraus Projekte entwickeln können.

Im Gesprächskreis wird gemeinsam gesungen, gespielt, erzählt und gelesen außerdem bietet er auch den Raum gemeinsam mit den Kindern Themen zu erarbeiten und weiter zu entwickeln. Hier hat jedes Kind die Möglichkeit seine Wünsche einzubringen.

In gruppenübergreifenden Aktionen treffen sich Kinder aus allen Gruppen, z. B. die Gruppe der Vorschulkinder und der Plappertreff. Hier wird gezielt auf die Themen der jeweiligen Gruppe eingegangen und diese gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Das heißt, in der Gruppe der Vorschulkinder werden Themen mit den Kindern gemeinsam geplant. Es geht darum, die Kinder auf ihrem Weg vom Kindergarten in die Schule zu begleiten. Dies geschieht natürlich schon während der gesamten Kindergartenzeit, aber die letzte Zeit in der Einrichtung ist für die Kinder nochmal besonders. Wir nutzen diese Zeit, ganz gezielt zu sehen was die Kinder als Handwerkszeug für die Schule brauchen, was sie schon haben und was wir ihnen noch bieten können.

Im „Plappertreff“ treffen sich Kinder, die aus verschiedenen Gründen einen erhöhten Sprachförderbedarf haben. Mit gemeinsam spielen, Bücher lesen, Geschichten erzählen u.v.m. wird spielerisch bei den Kindern die Lust an der Sprache geweckt.

Die Arbeit in Kleingruppen bietet die Möglichkeit von intensivem Miteinander. Hier ist ein konzentriertes Arbeiten mit den Kindern möglich. Die Erzieherinnen können individuell auf jedes Kind eingehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit sind die gemeinsamen Ausflüge und Exkursionen. Dazu braucht es für die Kinder nicht weite Ziele – die nahe Umgebung erkunden, „was gibt es alles in meinem Wohnumfeld zu entdecken“ ist für die Kinder immer wieder eine spannende Frage.

Orientiert an den Eckpfeilern unseres Bildungs-und Erziehungsauftrages, unserem Anspruch des ganzheitlichen und an dem Kind orientierten Lernens und bestimmten Regeln des Miteinanders stellen wir uns den immerwährenden Entwicklungsprozessen in unserer Arbeit. Unsere Arbeit ist einem stetigen Wandel unterworfen.