Integriertes Klima­schutz­konzept Mainhausen

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Die Gemeinde Mainhausen ist als Unterzeichner der Charta "100 Kommunen für den Klimaschutz" eine Selbstverpflichtung eingegegangen, zukünftig CO 2 - Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen sowie verstärkt Erneuerbare Energien einzusetzen. Am 21.09.2010 beschloss die Gemeindevertretung zusätzlich den Denkanstoß "Sonnenoffensive Mainhausen": Globaler Klimaschutz - Lokale Wertschöpfung - Kommunale Finanzpolitik als Leitbild. Das Leitbild dient als Grundlage für die künftige Energie-, Finanz- und Wirtschaftspolitik und wird ständig fortgeschrieben und aktualisiert.

Auf Basis dieser Entscheidungen wurde ein "Aktionsplan Klimaschutz" für Mainhausen erstellt. Für eine weitere Ermittlung und Differenzierung möglicher Klimaschutzmaßnahmen, ist die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes notwendig. Am 25.03.2014 beschloß die Gemeindevertretung, basierend auf dem Aktionsplan Klimaschutz ein integriertes Klimaschutzkonzept für Mainhausen zu erstellen und hierfür Fördermittel zu Realiserung zu beantragen. Am 15.04.2014 beantragte die Gemeinde Mainhausen beim vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hierfür beauftragten Projekträger Jülich (P T J), Forschungszentrum Jülich GmbH (F J Z) in Berlin entsprechende Mittel.

Aktionsplan Klimaschutz Mainhausen

Diese Bemühungen waren von Erfolg gekrönt:
Mit dem Titel "KSI: Integriertes Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Mainhausen" erging am 07.11.2014 der positive Zuwendungsbescheid des Projekträgers Jülich (P T J), mit dem Förderkennzeichen 03K00521, und dies mit der maximalen Projekt-Förderquote von 85 Prozent.

Im Nachgang hierzu erfolgte ein Vergabeverfahren zur Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes, am 25.02.2015 konnte der Auftrag hierzu an das Darmstädter Büro IU - Infrastruktur und Umwelt Professor Böhm und Partner vergeben werden. Der Projektlaufzeit von einem Jahr begann planmäßig am 01.03.2015 (siehe auch Pressemitteilung hierzu vom 09.03.2015).

Was ist ein Klimaschutzkonzept?

Das integrierte Klimaschutzkonzept stellt den strategischen Überbau für das Handeln der Gemeinde Mainhausen im Themenfeld „Energie und Klimaschutz“ für die kommenden Jahre dar. In diesem Sinn ist es themenübergreifend ausgerichtet. Ein wesentliches Element ist das Aufzeigen von Potenzialen und das Festlegen von Leitbildern und Zielen für die sparsame Energieverwendung und die „klimaschonende“ Energieerzeugung in Mainhausen, die dem Handeln der Gemeinde sowie aller Akteure der Gesellschaft für die nächsten Jahre zugrunde gelegt werden.

Allerdings bleibt das Konzept nicht bei Zielen und Leitbildern stehen. Damit die Ziele aucherreicht werden können, werden im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen aufgezeigt und deren Umsetzung vorbereitet. Klimaschutz ist eine Herausforderung, welche die Menschen in Mainhausen insgesamt und nicht nur die kommunale Verwaltung und Politik betrifft. Deswegen werden alle Akteure der Gesellschaft – Bürgerinnen und Bürger, Gewerbe/ Handel und Industrie – angesprochen und in die Erarbeitung versucht einzubeziehen.

Ziel des Konzeptes ist es, konsensfähige Ziele zu vereinbaren und zu deren Erreichung Maßnahmen zu entwickeln bzw. bestehende Ansätze zu bündeln. Dies kann nur auf der Basis einer fundierten und belastbaren Bestandsaufnahme erfolgen, die in einer Potenzialanalyse mündet. Im Einzelnen umfasst die Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes die folgenden inhaltlichen Arbeitsschritte:

1. Energie- und CO2-Bilanz: Wo stehen wir?

  • Eine wesentliche Basis für das Klimaschutzkonzept sind verlässliche Zahlen, die den derzeitigen Energieverbrauch und die dadurch hervorgerufenen CO2-Emissionen widerspiegeln, differenzierte Potenzialanalysen und konkrete Zielvereinbarungen ermöglichen sowie im weiteren Prozess der Evaluation und Erfolgskontrolle dienen.

2. Potenzialanalyse: Was können wir erreichen?

  • Die solide Definition von Handlungsoptionen lässt sich nur anhand von differenzierten und praxisorientierten Potenzialbetrachtungen realisieren. Bei der Potenzialanalyse werden die die verschiedensten möglichen Maßnahmenfelder der Stadtentwicklung berücksichtigt.

Projektabschluss - Das integrierte Klimaschutzkonzept Mainhausen ist fertiggestellt

Die Gemeinde Mainhausen erarbeitete gemeinsam mit dem Ingenieur- und Planungsbüro INFRASTRUKTUR & UMWELT, Professor Böhm und Partner aus Darmstadt ein integriertes Klimaschutzkonzept. Das Konzept baut auf den laufenden Aktivitäten in Mainhausen auf. Insbesondere auch auf den seitens der Gemeinde Mainhausen erstellten „Aktionsplan Klimaschutz“, der eine Grundlage für die Gewährung von Fördermitteln des Bundes zur Konzepterstellung war. Die Maximalförderquote wurde bewilligt, seit Frühjahr 2015 ist das Konzept in Arbeit und schreibt somit die bereits von der Gemeinde geschaffenen Grundlagen zum Klimaschutz fort und entwickelt sie weiter.

Dieses Konzept ist nun fertiggestellt und wurde  zur Verfügung gestellt, in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, dem 20.09.2016 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept Mainhausen dem Parlament offiziell zunächst zur Kenntnis gegeben.

Eine nähere Befassung mit den Ergebnissen des integrierten Klimaschutzkonzeptes erfolgte im Rahmen einer Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses am Donnerstag, dem 29.09.2016 im Bürgerhaus Zellhausen. Während dieser Projektvorstellung hatten zunächst die Gemeindeverteter Gelegenheit ihre Fragen Herrn Hans-Jürgen Gräff vom beauftragten Büro zu stellen, danach stand Herr Gräff interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. 

Ein wesentliches Element des Konzeptes ist das Aufzeigen von Potenzialen und das Festlegen von Leitbildern und Zielen für die sparsame Energieverwendung und die „klimaschonende“ Energieerzeugung in Mainhausen, die dem Handeln der Gemeinde sowie aller Akteure der Gesellschaft für die nächsten Jahre zugrunde gelegt werden. Im Rahmen von zwei öffentlichen Workshops, zu denen die Gemeinde flächendeckend mit Flyern und über die Presse einlud, wurden im September und November 2015 erste Ergebnisse des Projekts präsentiert. Die Teilnehmer diskutierten mit den Fachreferenten und der Gemeinde verschiedene Handlungsansätze und brachten Maßnahmenideen zu den Themen „Energetische Gebäudesanierung“ und „Nutzung der Solarenergie“ ein.

Unter den nachfolgenden Links können Sie das fertige integrierte Klimaschutzkonzept Mainhausen einsehen, ebenso die Präsentationsfolien des Abends und die Einbringungsrede von Bürgermeisterin Ruth Disser (pdf-Dokumente zum Herunterladen):

  1. IKSK Mainhausen Endbericht, Berichtsteil
  2. IKSK Mainhausen Anhang 1.1 bis 1.3, Maßnahmenteil
  3. IKSK Mainhausen Anhang 2, Energie-und Wärmesteckbriefe
  4. IKSK Mainhausen Anhang 3, Dokumentation der Akteursbeteiligung
  5. Präsentationsfolien 1 zur Projektvorstellung
  6. Präsentationsfolien 2 zur Projektvorstellung
  7. Einbringungsrede von Bürgermeisterin Ruth Disser

Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes Mainhausen wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen Herr Heiko Gast (Tel.: 06182-8900-64 oder Mail h.gast@mainhausen.de) gerne zur Verfügung. 

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Ansprechpartner:

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Herr Heiko Gast

Gemeinde Mainhausen, Rathaus Mainflingen

Humboldtstraße 46-48, 63533 Mainhausen

06182 8900-64

06182 8900-77

h.gast@mainhausen.de