Leon-Hilfe-Inseln
Kinder sollen sich in unserer Gemeinde sicher bewegen können – auf dem Weg zur Schule, zum Kindergarten, zum Sport oder zu Freunden. Die Leon-Hilfe-Inseln bieten ihnen dabei verlässliche Anlaufstellen.
Hilfe-Inseln sind Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe und andere öffentlich zugängliche Einrichtungen. Sie sind am Aufkleber beziehungsweise Plakat mit Kinderkommissar Leon im Eingangsbereich erkennbar. Das Signal ist klar: Hier bist du sicher. Hier bekommst du Hilfe.
Hilfe in kleinen und großen Notfällen
Die Hilfe-Inseln unterstützen Kinder zum Beispiel, wenn sie
- sich verlaufen haben,
- ihren Schlüssel verloren haben,
- hingefallen sind,
- auf die Toilette müssen,
- sich unwohl fühlen,
- von Fremden angesprochen oder verfolgt werden,
- sich bedroht fühlen oder in einer anderen Gefahrensituation sind.
Dabei gilt: Hilfe geht vor. Ein Kind, das Hilfe sucht, wird nicht weggeschickt – auch nicht, wenn gerade viel Betrieb ist. Bei Bedarf können Kinder ein Telefon nutzen, die Toilette aufsuchen oder es wird nach dem Notfallplan weitere Hilfe organisiert.
Die Hilfe-Inseln stehen selbstverständlich auch anderen hilfesuchenden Personen offen.
Gemeinsam für mehr Sicherheit
Das Projekt wird in Kooperation mit der hessischen Polizei umgesetzt. Pate ist Kinderkommissar Leon, der sich seit vielen Jahren für die Sicherheit von Kindern einsetzt.
Mit den Leon-Hilfe-Inseln wollen wir Kinder vor Gefahren schützen, ihr Selbstbewusstsein im öffentlichen Raum stärken und das Sicherheitsgefühl von Kindern und Eltern erhöhen. Zugleich setzt das Projekt ein Zeichen für soziale Verantwortung und Zivilcourage: Hinschauen statt wegschauen.
Was Eltern tun können
Der kürzeste Weg zur Schule oder zum Kindergarten ist nicht immer der sicherste. Eltern sollten den Weg deshalb regelmäßig gemeinsam mit ihrem Kind abgehen und über mögliche Gefahrenstellen sprechen – etwa überquerbare Straßen oder unübersichtliche Bereiche.
Schauen Sie dabei auch gemeinsam, wo sich Leon-Hilfe-Inseln befinden. Erklären Sie Ihrem Kind: Wenn es Angst hat, Hilfe braucht oder sich unsicher fühlt, darf und soll es dort hineingehen und Erwachsene ansprechen.
