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Pfarrerkabarett in der Evangelischen Kirche Seligenstadt

So ändern sich die Zeiten! Hieß es früher „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit bis an das kühle Grab und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab“, so heißt es heute: „Take the money and run“ („Nimm das Geld und renn weg.“). Um Gier, Geld und Scham geht’s im zwölften Programm des Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrerkabaretts. Vorpremiere ist am Sonntag, 8. Oktober, 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Seligenstadt (Aschaffenburger Straße 105).


Auch dieses Jahr treten die beiden Pfarrer Clajo Herrmann und Hans-Joachim Greifenstein im Rahmen des Kulturprogramms „Café K“ der Evangelischen Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen auf. Sie richten einen kabarettistischen Blick auf die moderne Gesellschaft – und manchmal bleibt einem auch das Lachen im Halse stecken: „Warum bescheren Autokonzerne uns ein „Dieselgate“? Weil es geht! „Kategorischer Imperativ“? „Goldene Regel“? „Doppelgebot der Liebe“? Für den modernen Menschen ist das so sexy wie Schwarzweißfernsehen mit Sendeschluss oder ein dampfbetriebenes Nokia-Handy“, heißt es in der Ankündigung. „Scham ist out und Gier ist geil. Darum fürchten heutzutage die Leute das Finanzamt mehr als die Leute früher die Inquisition.“

„Judas hätte sich erhängt“, heißt das Kabarett-Programm. Der Eintritt ist frei, wie immer wird um Spenden gebeten. Ganz ohne Smartphone und live treten Clajo Herrmann und Hans-Joachim Greifenstein auf – es kostet noch nicht einmal Eintritt, nur um Spenden für seine monatlichen Kulturveranstaltungen bittet das Café K. Einziger Nachteil: Die Kirche hat eine begrenzte Platzzahl und trotz aller Gier gibt es weder Stehplätze noch Reservierungen. Der Einlass ist ab 16 Uhr. (mf)